Einzelhandel: Schwaches Weihnachtsgeschäft verschärft Insolvenzrisiken
Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher setzt dem stationären Einzelhandel weiter zu.
Das Weihnachtsgeschäft 2025 bringt für viele Einzelhändler nicht die erhoffte Erholung. Die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher und der Strukturwandel zum Online-Handel setzen der Branche weiter zu.
Aktuelle Zahlen
Nach ersten Schätzungen des Handelsverbands Deutschland liegt der Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2025 real unter dem Vorjahresniveau. Während der Online-Handel erneut zulegen konnte, verzeichnet der stationäre Handel deutliche Rückgänge.
Kritische Lage für viele Händler
Das Weihnachtsgeschäft ist für viele Einzelhändler überlebenswichtig – oft werden in den letzten zwei Monaten des Jahres 30 bis 40 Prozent des Jahresumsatzes erzielt. Bleibt dieser aus, droht vielen Händlern die Zahlungsunfähigkeit.
Branchen unter besonderem Druck
Januar als Schicksalsmonat
Der Januar gilt traditionell als kritischer Monat für Insolvenzen im Einzelhandel. Nach dem Weihnachtsgeschäft werden Rechnungen fällig, aber Umsätze bleiben aus. Für angeschlagene Händler kann dies der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Handlungsempfehlungen
Betroffene Händler sollten jetzt ihre Liquiditätsplanung kritisch prüfen. Bei absehbaren Zahlungsschwierigkeiten ist frühzeitiges Handeln entscheidend. Die Möglichkeiten einer außergerichtlichen Sanierung oder einer Eigenverwaltung sollten geprüft werden, bevor es zu spät ist.
Dieter Fuchs
Gründer und Seniorpartner
Verfasst am 10. Dezember 2025