Lieferkettenrisiken: Wenn der Zulieferer in die Insolvenz geht
Die Absicherung gegen Lieferanteninsolvenzen gewinnt an Bedeutung.
Die steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen erhöht das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen. Für produzierende Unternehmen kann die Insolvenz eines kritischen Zulieferers existenzbedrohend sein.
Das Problem
Moderne Lieferketten sind komplex und oft von wenigen Schlüssellieferanten abhängig. Fällt ein kritischer Zulieferer aus, kann die gesamte Produktion stillstehen. Die Just-in-Time-Produktion verschärft dieses Risiko zusätzlich.
Präventive Maßnahmen
**1. Lieferantenmonitoring:** Überwachen Sie die Bonität Ihrer wichtigsten Lieferanten kontinuierlich. Nutzen Sie Auskunfteien und Kreditversicherer.
**2. Diversifikation:** Reduzieren Sie Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Bauen Sie Second Sources auf.
**3. Sicherheitsbestände:** Bei kritischen Komponenten können höhere Lagerbestände sinnvoll sein – trotz der Kapitalbindung.
**4. Vertragliche Absicherung:** Vereinbaren Sie Informationspflichten, Produktionsübernahmerechte und Werkzeugherausgabeansprüche.
Im Insolvenzfall richtig handeln
Wenn ein Lieferant insolvent wird, ist schnelles Handeln gefragt:
Rechtliche Aspekte
Im Insolvenzfall kann der Verwalter laufende Verträge erfüllen oder ablehnen. Als Abnehmer haben Sie begrenzte Einflussmöglichkeiten. Umso wichtiger ist die präventive vertragliche Gestaltung.
Lisa Bergmann
Senior Associate
Verfasst am 22. November 2025