Innovation

KI in der Insolvenzpraxis: Algorithmen erkennen Krisenunternehmen früher

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Früherkennung von Unternehmenskrisen.

Thomas Werner
28. November 2025
6 min Lesezeit

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Insolvenzpraxis. Banken, Warenkreditversicherer und Auskunfteien setzen verstärkt auf algorithmische Früherkennung von Unternehmenskrisen.

Wie funktioniert KI-basierte Insolvenzprognose?

Moderne KI-Systeme analysieren eine Vielzahl von Datenquellen: Bilanzkennzahlen, Zahlungsverhalten, Branchentrends, Pressemitteilungen, Social-Media-Aktivitäten und sogar Satellitenbilder von Firmenparkplätzen. Aus diesen Daten berechnen die Algorithmen Ausfallwahrscheinlichkeiten.

Aktuelle Entwicklungen

Die Trefferquoten der KI-Systeme haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Studien zeigen, dass moderne Algorithmen Insolvenzen bis zu 18 Monate im Voraus mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen können.

Auswirkungen auf Unternehmen

Für Unternehmen bedeutet dies: Ihre finanzielle Gesundheit wird permanent und automatisiert überwacht. Negative Signale können schnell zu Kreditlinienkürzungen, höheren Versicherungsprämien oder verschärften Lieferkonditionen führen.

Chancen und Risiken

**Chancen:** Früherkennung ermöglicht frühzeitiges Gegensteuern. Unternehmen können proaktiv auf negative Prognosen reagieren.

**Risiken:** Selbsterfüllende Prophezeiungen drohen, wenn negative KI-Prognosen zu Kreditentzug führen, der dann tatsächlich die Insolvenz auslöst.

Handlungsempfehlungen

Unternehmen sollten ihr Daten- und Kommunikationsmanagement professionalisieren. Stellen Sie sicher, dass alle öffentlich verfügbaren Informationen über Ihr Unternehmen aktuell und korrekt sind.

Thomas Werner

Partner, Fachanwalt für Insolvenzrecht

Verfasst am 28. November 2025

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